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Europäische Biomethankonferenz 2016: Startschuss für grenzüberschreitenden Handel (FOTO)

Berlin (ots) -

- dena und AGCS Österreich vereinbaren erste Kooperation zwischen
nationalen Biogasregistern
- Branchentreffen stärkt Austausch über Innovationen, Handel und
gesetzliche Rahmenbedingungen

Deutschland und Österreich verstärken die Zusammenarbeit für einen
gemeinsamen europäischen Biomethanmarkt. Am Rande der zweiten
europäischen Biomethankonferenz (European Biomethane Conference -
EBC) in Berlin unterzeichneten die Deutsche Energie-Agentur (dena)
und die österreichische AGCS - Gas Clearing & Settlement AG einen
Kooperationsvertrag für den Austausch von Biomethannachweisen.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen innovative Technologien, der
grenzüberschreitende Handel sowie gesetzliche Rahmenbedingungen für
alternative Kraftstoffe in Europa. Veranstalter war die dena,
Hauptsponsor der Biomethanhändler bmp greengas. Zu den Referenten
gehörten unter anderem Vertreter der Bundesministerien für Wirtschaft
und Umwelt sowie von Energie- und Biogasunternehmen,
Nutzfahrzeugherstellern, Zertifizierungsorganisationen und
Forschungseinrichtungen.

"Biomethan ist ein wichtiger Baustein für eine europäischen
Energiewende", sagte dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp bei
der Eröffnung der Konferenz. "Sein großes Potenzial können wir nur
gemeinsam heben. Deshalb freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit
mit Österreich. Sie ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem
EU-Binnenmarkt für Biomethan und kann als Vorbild für weitere
Kooperationen dienen. Von einem gemeinsamen Biomethanmarkt werden
beide Seiten profitieren: Erzeuger und Händler durch neue
Absatzpfade, Endverbraucher durch ein größeres Angebot."

Josef Holzer, Vorstand der AGCS: "Während Biogas ein wichtiger
Bestandteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist, befindet
sich der Biomethanhandel gerade in der Aufbauphase. Der Aufbau des
österreichischen Biomethanregisters zur Nachverfolgung der ins
Erdgasnetz eingespeisten Biomethanmengen und der anschließenden
Verstromung hat sich am deutschen Modell orientiert. Auch deshalb
freut uns die erfolgreiche Projektkooperation mit der dena. Die
Zusammenarbeit der bestehenden Register kann die Liquidität des
Marktes entscheidend stärken."

Deutsch-österreichische Kooperation: wichtiger Schritt zu
europäischem Biomethanmarkt

Der Aufbau eines gemeinsamen europäischen Biomethanmarktes
befindet sich derzeit noch am Anfang. Zwar wird bereits in 14
europäischen Ländern Biogas zu Biomethan aufbereitet und ins
vorhandene Erdgasnetz eingespeist. Dem grenzüberschreitenden Handel
von Biomethan stehen aber noch komplexe juristische Fragestellungen
und organisatorische Verfahren im Wege.

Jedes Land hat zum Beispiel eigene Regeln, wie die Herkunft des
Biomethans nachgewiesen werden muss. Für Deutschland hat die dena ein
Biogasregister für Biomethannachweise entwickelt, die AGCS betreibt
ein ähnliches Biogasregister für Österreich. Eine länderübergreifende
Nachweisführung von Biomethan war bisher schwierig, da die jeweiligen
Biogasregister nicht aufeinander abgestimmt sind. Um den
Biomethanhandel EU-weit voranzubringen, müssen die einzelnen Länder
enger zusammenarbeiten und sich über einheitliche Herkunftsnachweise
verständigen. Der deutsch-österreichische Kooperationsvertrag hat
dafür eine erste Schnittstelle geschaffen.

Mit Projekten wie dem Biogasregister (www.biogasregister.de), der
Biogaspartnerschaft (www.biogaspartner.de) und GreenGasGrids
(www.greengasgrids.eu) unterstützt die dena seit 2008 die
Biomethanbranche bei der Entwicklung des deutschen und europäischen
Marktes.

Biomethan: nahezu CO2-neutral und vielseitig nutzbar

Biomethan ist Biogas, das zu Erdgasqualität aufbereitet wird. Es
ist nahezu CO2-neutral. Produziert wird Biomethan aus organischen
Materialien wie nachwachsenden Rohstoffen oder Abfällen. Sein Vorteil
liegt in den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten: Neben der Erzeugung
von erneuerbarem Strom und erneuerbarer Wärme kann man es auch als
Biokraftstoff für Fahrzeuge oder als Ausgangsstoff für die
Herstellung von chemischen Produkten verwenden. Chemisch gesehen
besteht kein Unterschied zwischen Biomethan und Erdgas. Daher kann
man es in beliebigen Anteilen beimischen und in bereits existierende
Gasnetze einspeisen.

Weitere Informationen zu Biomethan unter
www.biogaspartner.de/biomethan.



Pressekontakt:
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Karin Adolph, Chausseestraße
128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-673, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail:
presse@dena.de, Internet: www.dena.de

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