Emissionshandel
(auch Emissions Trading (ET)) Im Kyoto-Protokoll haben sich die beteiligten Industriestaaten 1997 verpflichtet, den Ausstoß klimaschädlicher Gase - wie zum Beispiel CO2 - bis zum Zeitraum 2008-2012 um fünf Prozent gegenüber 1990 zu senken. Durch den Handel mit Treibhausgas-Emissionen sollen Ziele im Bereich des Umweltschutzes verwirklicht werden. Der Handel mit entsprechenden Zertifikaten ermöglicht es, Treibhausgasemissionen stärker als vorgeschrieben zu senken und die erzielte Differenz an andere Parteien zu verkaufen. Unternehmen, die ihre Werte nicht erfüllen, müssen dies durch den Zukauf von Zertifikaten ausgleichen. Der Handel kann auf nationaler oder internationaler Ebene stattfinden. Das Kyoto-Protokoll sieht außerdem vor, dass die sogenannten Annex B Länder mit den nicht genutzten Emissionen handeln können. Die Europäische Union hat zugesagt, ihre Emissionen während der Jahre 2008 bis 2012 um acht Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu verringern. Deutschland hat zugesagt, die Treibhausgasemissionen im gleichen Zeitraum um 21 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Das Emissionshandelssystem schafft eine wirtschaftliche Basis, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 dort zu reduzieren, wo es am kostengünstigsten ist. Dies bedeutet, dass ökologisch wirksames Handeln ökonomisch umgesetzt wird.
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